Mitbestimmung gemeinsam bestimmen

In fünf Schritten machen wir sichtbar, wie Beteiligung an eurer Schule heute funktioniert – und verankern sie so, dass sie bleibt.

01

Beteiligung sichtbar machen

Gemeinsam erfassen wir, wie Mitbestimmung an der Schule derzeit funktioniert:

  • In welchen Bereichen können Schüler*innen mitentscheiden?
  • Welche Beteiligungsformate gibt es bereits?
  • Wer wird bisher erreicht – und wer nicht?
  • Wie werden Entscheidungen kommuniziert?
  • Was geschieht mit Vorschlägen und Ergebnissen?
  • Wo bestehen Barrieren, Unsicherheiten oder Konflikte?

Dabei betrachten wir nicht nur formale Gremien, sondern auch alltägliche Beteiligung im Unterricht, in Klassen, Arbeitsgruppen und Projekten.

02

Beteiligungs­strukturen entwickeln

Auf Grundlage der Bestandsaufnahme entwickeln wir passende und verbindliche Strukturen, zum Beispiel:

  • Klassenräte und Schüler*innenräte
  • Beteiligung an Klassen- und Schulregeln
  • Schüler*innenfeedback zu Unterricht und Schulleben
  • Zukunftswerkstätten
  • Schüler*innenparlamente oder Zukunftsräte
  • Beteiligung an Projektwochen und Ganztagsangeboten
  • gemeinsame Entwicklung von Leitbildern
  • Beteiligung an Schulentwicklungsprozessen
  • digitale Beteiligungsformate
  • Dialoge zwischen Schüler*innen, Kollegium, Schulleitung und Eltern

Die konkreten Formate richten sich nach den Zielen, Ressourcen und Rahmenbedingungen der Schule.

03

Demokratische Kompetenzen stärken

Mitbestimmung braucht Fähigkeiten, die gemeinsam entwickelt und eingeübt werden können:

  • zuhören und nachfragen
  • eigene Interessen ausdrücken
  • andere Perspektiven verstehen
  • sachlich argumentieren
  • Konflikte bearbeiten
  • Kompromisse aushandeln
  • Entscheidungen begründen
  • Verantwortung übernehmen
  • Ergebnisse überprüfen

Dabei können auch digitale Räume einbezogen werden. Das Qualitätsmodul „Bildung in der digitalen Welt“ (SKB 2025) beschreibt unter anderem den verantwortungsvollen Umgang mit Meinungsäußerungen, eigenen und fremden Daten sowie die Auseinandersetzung mit Cybermobbing und Reaktionsmöglichkeiten.

04

Beteiligung in Unterricht und Leistungs­bewertung reflektieren

Ein besonderer Schwerpunkt kann auf Bereichen liegen, in denen Schüler*innen bislang wenig Einfluss erleben:

  • Auswahl von Themen und Materialien
  • Gestaltung von Lernwegen
  • Formen der Zusammenarbeit
  • Kriterien für gute Arbeit
  • Feedback und Selbsteinschätzung
  • Präsentations- und Prüfungsformate
  • gemeinsame Reflexion von Lernprozessen

Dabei werden schulrechtliche und organisatorische Vorgaben berücksichtigt. Ziel ist nicht, Verantwortung unangemessen auf Schüler*innen zu verlagern, sondern nachvollziehbare Einflussmöglichkeiten zu schaffen.

05

Beteiligung nachhaltig verankern

Damit Mitbestimmung nicht von einzelnen Personen oder Projekten abhängt, unterstützen wir Schulen bei der Verankerung:

  • in Schulprogramm und Entwicklungsplanung
  • in verbindlichen Zuständigkeiten
  • in regelmäßigen Beteiligungsformaten
  • in Kommunikations- und Feedbackwegen
  • in Fortbildungen und kollegialer Reflexion
  • in der Dokumentation von Entscheidungen
  • in regelmäßiger Auswertung und Weiterentwicklung

Wir freuen uns auf Deine Nachricht!

Marcus: +49 421 378266-723 · Nikolai: +49 176 70257720